Die Arbeits- und Organisationspsychologie beschäftigt sich mit dem Erleben und Verhalten von Menschen am Arbeitsplatz und innerhalb von Organisationen. Es existieren wissenschaftlich belegte Grenzwerte, ab denen bestimmte Arbeitsbedingungen negative Auswirkungen auf die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeitenden haben. Bleiben Fehlbelastungen über längere Zeit bestehen, können diese zu vermehrten Konflikten führen, die bis zu Mobbing reichen oder dazu führen, dass Menschen gesundheitsschädliche Substanzen wie Alkohol, Medikamente, Koffein oder Zigaretten stärker konsumieren. Darüber hinaus können psychische und/oder physische Erkrankungen der Mitarbeitenden häufiger auftreten, und auch die Unfallhäufigkeit kann zunehmen.

 

Welche Auswirkungen hat Arbeitspsychologie auf Unternehmen?

 

  • Sicherstellung und Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Mitarbeitenden und der gesamten Organisation
  • Steigerung des Unternehmensimages (Bindung von Mitarbeitenden, geringe Fluktuation)
  • Gewährleistung eines reibungslosen Betriebsablaufs (geringe Krankheitsausfälle, optimierter Informationsfluss)
  • Förderung des Wohlbefindens (hohe Arbeitszufriedenheit und Motivation der Mitarbeitenden)

 

Arbeitspsychologisches Portfolio

 

  • Analyse und Gestaltung von Arbeitsbedingungen
  • Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz gemäß ASchG § 4
  • Arbeitspsychologische Analysen (je nach Bedarf)
  • Unterstützung und Beratung bei der Einführung neuer Prozesse, Systeme und Arbeitsmittel
  • Begleitung und Beratung bei organisatorischen Veränderungen
  • Unterstützung und Beratung bei der Etablierung einer neuen Organisations- und Sicherheitskultur
  • Schulung von Sicherheitsbeauftragten und Vertrauenspersonen im Arbeitnehmerschutz
  • Arbeitspsychologische Beratung zu neuen Bürogestaltungskonzepten
  • Arbeitspsychologische Beratung für Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Betriebsräte nach Bedarf
  • Führungskräfteseminare (z. B. Positive Leadership, Gesunde Führung)
  • Workshops zu unterschiedlichen Themen (Kommunikation, Teambuilding, etc.)
  • Konzeption, Begleitung und Beratung von Gesundheitsprojekten sowie Programmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung

 

Evaluierung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz

 

Mit der Novellierung des Arbeitnehmer*innenschutzgesetzes (AschG) am 01.01.2013, BGBI.I Nr. 450/1994, wird der Fokus verstärkt auf die psychische Gesundheit und die Prävention arbeitsbedingter psychischer Belastungen gelegt. Die Evaluierung psychischer Belastungen ist nun für Unternehmen verpflichtend, und die Umsetzung wird von den Arbeitsinspektoraten überwacht.

 

Treten Gefährdungen durch psychische Belastungen auf, müssen geeignete Maßnahmen zur Entlastung festgelegt, umgesetzt und nachträglich auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.

Psychische Belastungen können verringert werden, indem beispielsweise Arbeitsprozesse, Anforderungen, Organisation, soziale Interaktionen und die Arbeitsumgebung optimiert werden. Die Ermittlung der psychischen Belastungen und die daraus abgeleiteten Maßnahmen konzentrieren sich auf folgende vier Dimensionen:

 

  • Belastungen durch Arbeitsaufgaben und Tätigkeiten
  • Belastungen durch das Sozial- und Organisationsklima
  • Belastungen durch die Arbeitsumgebung
  • Belastungen durch Arbeitsabläufe und Organisation

 

Die Evaluierung der psychischen Belastungen am Arbeitsplatz erfolgt in fünf Phasen:

 

1. Konzeption: Planung der Evaluierung und Bildung der Steuerungsgruppe

Wichtige Eckpunkte: Zeitplan, Erhebungsmethode, Information der Mitarbeitenden

 

2. Analyse: Erhebung der IST-Situation

Wichtige Eckpunkte: Datenerhebung, APSY-Interpretation, Ergebnispräsentation

 

3. Maßnahmenentwicklung: Erstellung eines Maßnahmenplans

Wichtige Eckpunkte: Workshops zur Maßnahmenentwicklung oder alternative Methoden

 

4. Maßnahmenumsetzung: Beratung und Begleitung bei der Umsetzung

Wichtige Eckpunkte: Individuelle Gestaltung und Initiierung der Maßnahmen

 

5. Wirksamkeitskontrolle: Anpassung des Maßnahmenplans

Wichtige Eckpunkte: Re-Evaluierung der Maßnahmen, gegebenenfalls Optimierungen

 

 

 

 

 


"Die Vergangenheit kann man nicht ändern, sich selbst aber schon, für die Zukunft." (Hans Fallada)